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Tomasz Pleśniak

Rechtsanwalt (Polen)
Senior Associate
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Gemäß der Richtlinie 2006/54/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Verwirklichung des Grundsatzes der Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Arbeits- und Beschäftigungsfragen wurde der polnische Gesetzgeber verpflichtet, entsprechende Änderungen in das Arbeitsgesetzbuch aufzunehmen. Im Zusammenhang mit dieser Pflicht wurde das bisherige allgemeine, d.h. alle Frauen betreffende Verbot, Frauen bei besonders belastenden oder gesundheitsschädlichen Arbeiten zu beschäftigen, aufgehoben. Die neue Verordnung, die am 1. Mai 2017 in Kraft getreten ist, enthält ein Verzeichnis belastender, gefährlicher und gesundheitsschädlicher Arbeiten, das ausschließlich für schwangere oder stillende Frauen gilt.

Da das Verzeichnis der für Frauen verbotenen Arbeiten gemäß dem Arbeitsgesetzbuch in der Arbeitsordnungen enthalten sein muss, hat die o.g. Änderung der Vorschriften zur Folge, dass die in den Arbeitsbetrieben geltenden Arbeitsordnungen überprüft und entsprechend aktualisiert werden müssen. Nimmt der Arbeitnehmer keine diesbezüglichen Maßnahmen vor, so kann er für eine Ordnungswidrigkeit haftbar gemacht und zur Zahlung einer Geldbuße in Höhe von bis zu 30.000 PLN verpflichtet werden. 

Sollten Sie an diesbezüglichen detaillierten Informationen oder anderen Fragen zum Arbeitsrecht in Polen interessiert sein, so stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Unsere Rechtsanwälte bieten Rechtsberatung in Polen auch in anderen Bereichen an. Sie stehen Ihnen in den Büros von Rödl & Partner: Breslau, Danzig, Gleiwitz, Krakau, Posen und Warschau zur Verfügung.