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Dorota Białas

Steuerberaterin (Polen)
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Das Woiwodschaftsverwaltungsgericht Krakau hat in einem Urteil vom 19.03.2014 (Az. I SA/Kr 2054/13) bestätigt, dass es für einen Unternehmer, der die Vorsteuer in voller Höhe abziehen will, ausreicht, wenn er lediglich über Dokumente verfügt, die den Zusammenhang der Steuerbeträge mit der von diesem Unternehmer ausgeübten Gewerbetätigkeit nachweisen. Das Territorialprinzip bei der Umsatzsteuer darf keinen Einfluss auf den Wortlaut des polnischen Gesetzes haben.

Das obige Urteil ist wichtig für ausländische Gesellschaften, die in Polen Niederlassungen unterhalten oder sich  nur für Umsatzsteuerzwecke registrieren lassen haben.

Das gegenständliche Urteil bestätigt die Linie der Rechtsprechung, die sich seit 2012 herausgebildet hat und nach der eine ausländische Gesellschaft in Polen keine Verkäufe tätigen muss, um das Recht in Anspruch nehmen zu können, die Vorsteuer bei Einkäufen abzuziehen, die in Polen z.B. von ihrer Niederlassung getätigt wurden.

Dies bedeutet, dass eine Registrierung für Umsatzsteuerzwecke in Polen sich positiv auf die Liquidität ausländischer Gesellschaften auswirken kann, die in Polen Einkäufe tätigen. Ein Unternehmer, der in Polen Umsatzsteuerregister führt, kann in bestimmten Fällen die Vorsteuerrückvergütung schon 25 Tage nach Antragstellung erhalten. Spätestens nach 180 Tagen muss die Vorsteuer erstattet werden. 

Da die polnischen Steuerbehörden es den ausländischen Unternehmern sehr schwer machen, die Vorsteuer unmittelbar erstattet zu bekommen, ist eine Registrierung  in Polen für  Umsatzsteuerzwecke empfehlenswert. Gerne unterstützen wir Sie hierbei und bieten Ihnen umfassende Steuerberatung in Polen an.