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Roman Gromovoy

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Das Recht eines jeweiligen Landes ist immer nur so gut wie seine Durchsetzungsmöglichkeit. Recht haben und Recht bekommen sind in Russland häufig zwei verschiedene Dinge. Allerdings haben mehrere Justizreformen und Änderungen der Prozessordnungen und des Vollstreckungsrechts positive Änderungen gebracht. Auch in Russland ist es möglich, Recht zu bekommen und durchzusetzen. Hierbei ist es jedoch essentiell, die lokalen Spielregeln zu beherrschen und zu wissen, wie russische Gerichte und Vollstreckungsorgane arbeiten.  

Russland verfügt über ein einheitliches Justizwesen. Es gibt sowohl föderale Gerichte als auch Gerichte der Föderationssubjekte (Bundesländer). Zu den föderalen Gerichten gehören das Verfassungsgericht, die ordentlichen Gerichte einschließlich des Obersten Gerichts der Russischen Föderation, die Obersten Gerichte der Föderationssubjekte, Bezirksgerichte sowie Militärgerichte aller Instanzen und Wirtschaftsarbitragegerichte, bestehend aus dem Höchsten Wirtschaftsarbitragegericht, zehn föderalen Bezirksarbitragegerichten, 20 Berufungsgerichten sowie den Wirtschaftsarbitragegerichten der Föderationssubjekte.  

Bei den Wirtschaftsarbitragegerichten handelt es sich um staatliche Gerichte und diese sind nicht mit anderen Schiedsgerichten im Sinne des Gesetzes „Über Schiedsgerichte” oder dem New Yorker Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche von 1958 zu verwechseln. Das New Yorker Übereinkommen ist für mehr als 110 Staaten, darunter auch Russland, verbindlich.  

Unsere Prozessabteilung in Moskau begleitet Sie sowohl vor staatlichen Gerichten als auch vor Schiedsgerichten und im Rahmen von Verwaltungsverfahren. Hierbei arbeiten unsere Prozessrechtler stets mit den jeweiligen Fachabteilungen im Hinblick auf das einschlägige materielle Recht zusammen.