3. Strategieforum Stadtwerkewende: Gemeinsam die Zukunft gestalten
- Kooperation als Schlüssel der Energiewende
- Praxisbeispiele zeigen erfolgreiche Partnerschaften
- Fokus: Strategie, Resilienz & Innovation
Den Auftakt bildete ein Blick auf das energetische Gesamtbild Deutschlands: Prof. Dr. Andreas Löschel, Vorsitzender der Expertenkommission zum Monitoring-Prozess „Energie der Zukunft“, erläuterte die Prioritäten der neuen Bundesregierung und skizzierte, wie ein systemischer Ansatz – von Erneuerbaren über Kraftwerksstrategie bis zum Netz- und Speicherausbau – die Effizienz steigern kann. Darauf aufbauend zeigte Anton Berger, der für Energie und Stadtwerke verantwortliche Partner bei Rödl, wie strategische Frühwarnsysteme Unternehmen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen, bestehende Stärken zu nutzen und resilient zu bleiben.
Die Praxisbeispiele der Stadtwerke verdeutlichten, wie strategische Orientierung in der Umsetzung aussieht: Sandra Wimmer, Mitglied des Vorstands der REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co. KG, schilderte die Neuausrichtung ihres Unternehmens von der Strategie bis zum operativen Rollout. Ingo Ehrhardt, Geschäftsführer der BIGGE ENERGIE GmbH & Co. KG, berichtete, wie langjährige Kooperationen Stabilität und Effizienz erzeugen. Franziska Heidecke von den Stadtwerken Stuttgart GmbH zeigte, wie Newcomer neue Geschäftsmodelle entwickeln und den Innovationsdruck nutzen, um sich im Markt zu behaupten. Christoph Spier, Partner bei Rödl, verknüpfte diese Praxisbeispiele mit seinen Erfahrungen in der Umsetzung von Stadtwerke-Kooperationen aus Gesellschafterperspektive und erläuterte, worauf es bei erfolgreichen Partnerschaften ankommt.
Diana Basilio, Associate Partner bei Rödl, präsentierte die Kooperationsstudie 2.0 und zeigte auf, wie strategische Allianzen Stadtwerke wirtschaftlich und organisatorisch stärken. Maik Render, Vorstandssprecher der N-ERGIE AG, ergänzte dies mit praktischen Einblicken in die Integration von Erneuerbaren Energien und Netzausbau – ein Beispiel, wie technische und regulatorische Herausforderungen gemeinsam gelöst werden können.
Carsten Hoffmann, Vorstand der GGEW AG, erläuterte, wie eine konsequente Digitalisierungsstrategie den Vertriebserfolg und die Kundenbindung von Stadtwerken stärkt. Den wissenschaftlichen Abschluss bildete Prof. Dr. Maximilian Fichtner, Geschäftsführender Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm (HIU), mit einem Ausblick auf die Zukunft der Energiespeicherung – von Wasserstoff über E-Fuels bis zu Batteriesystemen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Klaus Hinkel, Chefredakteur der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK).
Bereits am Vorabend trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im „Silicium“ am Kölner Rheinauhafen. In entspannter Atmosphäre, bei Livemusik, gutem Essen und Blick auf den Rhein, konnten Kontakte vertieft, neue Kooperationen angestoßen und der Grundstein für den intensiven Austausch am Folgetag gelegt werden.
Fazit
Das Strategieforum Stadtwerkewende hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Zukunft der Energieversorgung nur im Zusammenspiel von Wissen, unternehmerischem Handeln und Kooperation gestaltet werden kann. Kooperation, strategische Vernetzung und innovative Geschäftsmodelle sind die Grundpfeiler für eine resiliente und zukunftsfähige Energiewirtschaft.

