Attraktive Alternativen zu klassischem Festgeld – Chancen im aktuellen Zinsumfeld nutzen
Ein zentrales Argument für klassische Festgelder bleibt das bewährte institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe sowie der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Dieses bietet neben den gesetzlichen Einlagensicherungsgrenzen Schutz vor Insolvenz der angeschlossenen Kreditinstitute und trägt dem kommunalen Grundsatz „Sicherheit geht vor Ertrag” Rechnung.
Eine Alternative für Anlagen mit einem Horizont von bis zu 18 Monaten sind Zinsanlagen mit Garantieverzinsung von finanzstarken Versicherungsgesellschaften. Solche Angebote punkten häufig mit attraktiveren Zinsen und verfügen ebenfalls über ein Sicherungssystem: So schützt die Protektor Lebensversicherungs-AG Anleger bei der Insolvenz eines Lebensversicherers, indem sie ebenso die Fortführung der Verträge gewährleistet, einschließlich zugesagter Leistungen und Gewinnbeteiligungen.
Zum Vergleich: Ende November 2024 lagen die Zinssätze für ein 12-monatiges Festgeld bei Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken zwischen 2,5 Prozent und 2,7 Prozent. Ein Lebensversicherer hingegen gewährte für Beträge über 50.000 Euro einen garantierten Zinssatz in Höhe von 3,4 Prozent für das vollständige Kalenderjahr 2025. Darüber hinaus gibt es zudem die Möglichkeit, während der Laufzeit (bis 31.12.2025), monatlich bis zu 250.000 Euro aus der Anlage für kurzfristig benötigten Liquiditätsbedarf ohne Vorfälligkeitszinsen zu entnehmen.
Um zudem das Risiko einer unattraktiven Wiederanlage nach einem Jahr zu vermeiden, legen immer mehr öffentliche Investoren mittels eines Anleihen-Laufzeiten-Konzepts an. Diese Strategie ermöglicht es, die aktuell hohen Zinssätze im kurz- bis mittelfristigen Bereich längerfristig zu sichern. Basierend auf der Liquiditäts-, Haushalts- und Investitionsplanung wird dabei ein maßgeschneidertes Portfolio aus kurz- und mittelfristigen Staats- und Unternehmensanleihen mit erstklassigen Bonitäten zusammengestellt und professionell bewirtschaftet.
Hierbei dient die lokale Anlagerichtlinie als zentraler Leitfaden für die professionelle Verwaltung von kurz-, mittel- und langfristigen Geldern. Sie definiert individuell abzustimmende Restriktionen, wie Höchstgrenzen, eine breite Diversifikation der Emittenten und Produkte, Mindestratings sowie Laufzeiten.
Mithilfe einer strukturierten Markterkundung können qualifizierte Dienstleistungspartner identifiziert werden, die den aktuellen Vorgaben des zuständigen Innenministeriums zu Geldanlagen und Einlagensicherung Rechnung tragen.
In Kombination mit einem effizienten Anlagecontrolling wird nicht nur den Anforderungen der Aufsichtsbehörden an eine sachgerechte Kontrolle und Überwachung entsprochen, sondern auch die ordnungsgemäße Steuerung der Geldanlagen gewährleistet. Eine regelmäßige Überprüfung und Dokumentation stärkt nicht nur das Verständnis für die Kapitalanlagen und deren Entwicklung, sondern minimiert auch potenzielle Haftungsrisiken, etwa durch die Verletzung von Sorgfaltspflichten oder Organisationsverschulden.
Mit diesen Ansätzen können kommunale Investoren die haushaltsrechtlichen Anforderungen an „ausreichende Sicherheit”, „angemessenen Ertrag” und „rechtzeitige Verfügbarkeit” gleichermaßen erfüllen.