BMDV veröffentlicht Strategie für autonomes Fahren im Straßenverkehr
Die zentralen Botschaften der Strategie sind:
- Förderung und Finanzierung
Bis 2025 soll gemeinsam mit den Ländern ein Weg zur Förderung und Finanzierung von autonomen Mobilitätsangeboten im ÖPNV gefunden werden. - Regelbetrieb
Bis 2026 soll autonome Mobilität primär im Regel- und nicht mehr (nur) im Erprobungsbetrieb erfolgen. So soll autonome Mobilität im Alltag und regulär im ÖPNV nutzbar werden. - Wettbewerbsfähige Lösungen
Bis 2027 sollen wettbewerbsfähige Lösungen und Mobilitätsangebote für den ÖPNV entwickelt und eingeführt werden. Diese sollen sich wirtschaftlich selbst tragen und in den bestehenden ÖPNV integriert werden können. - Weltweit größter Betriebsbereich
Bis 2028 soll der weltweit größte zusammenhänge Betriebsbereich für den Einsatz autonomer Fahrzeuge entstehen. Dabei sollen Metropolen und Städte sowie Autobahnen einbezogen werden. - Autonomes Fahren als fester Bestandteil des ÖPNV
Bis 2030 soll autonomes Fahren ein fester Bestandteil eines verkehrsträgerübergreifendes und vernetzten Mobilitätsystems werden. Dies mit dem Ziel, den ÖPNV als komfortables, bezahlbares und barrierefreies Verkehrsangebot zu stärken und so einen Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft zu generieren.
Das Erreichen der genannten Ziele soll Deutschland zu einem weltweit führenden Innovations- und Produktionsstandort für autonomes und vernetztes Fahren machen. Gleichzeitig soll der Marktanteil autonomer Fahrzeuge insbesondere im ÖPNV und in der Logistik stetig wachsen.
Bewertung für die Praxis
Die Strategie zeigt, dass das autonome Fahren von einem Forschungsprojekt zu einem Werkzeug zur Lösung aktueller Herausforderungen (Fachkräftemangel, Attraktivitätssteigerung des ÖPNV) gewachsen ist. Der Markthochlauf autonomer Fahrzeuge steht unmittelbar bevor, sodass mit der Planung und der Umsetzung entsprechender Projekte im ÖPNV und der Logistik begonnen werden sollte.