Veröffentlicht am 15. Oktober 2025
Lesedauer ca. 2 Minuten

3. Strategieforum Stadtwerkewende: Gemeinsam die Zukunft gestalten

Anton Berger
Partner
Diplom-Betriebswirt (FH), Diplom-Ökonom
Erik Weiß
M.Sc. Marketing Management, Marketing Manager PMC & LEGAL
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3. Strategieforum Stadtwerkewende

Mit rund 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der gesamten Energiewirtschaf tzeigte das 3. Strategieforum Stadtwerkewende am 9. Oktober 2025 in Köln erneut: Kooperation ist ein zentraler Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende. Unter dem Leitmotiv „Kooperation als strategischer Hebel“ diskutierten Entscheiderinnen und Entscheider von Stadtwerken, Energieversorgern und kommunalen Unternehmen gemeinsam mit Expertinnen und Experten von RÖDL aktuelle Chancen und Herausforderungen der Branche.

Den Auftakt bildete ein Blick auf das energetische Gesamtbild Deutschlands:Prof. Dr. Andreas Löschel, Vorsitzender der Expertenkommission zum Monitoring-Prozess „Energie der Zukunft“, erläuterte die Prioritäten der neuen Bundesregierung und skizzierte, wie ein systemischer Ansatz – von Erneuerbaren über Kraftwe rksstrategie bis zum Netz- und Speicherausbau – die Effizienz steigern kann. Darauf aufbauend zeigte Anton Berger, der für Energie und Stadtwerke verantwortliche Partner bei RÖDL, wie strategische Frühwarnsysteme Unternehmen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen, bestehende Stärken zu nutzen und resilient zu bleiben.

Die Praxisbeispiele der Stadtwerke verdeutlichten, wie strategische Orientierung in der Umsetzung aussieht: Sandra Wimmer, Mitglied des Vorstands der REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co. KG, schilderte die Neuausrichtung ihres Unternehmens von der Strategie bis zum operativen Rollout. Ingo Ehrhardt, Geschäftsführer der BIGGE ENERGIE GmbH & Co. KG, berichtete, wie langjährige Kooperationen Stabilität und Effizienz erzeugen. Franziska Heidecke von den Stadtwerken Stuttgart GmbH zeigte, wie Newcomer neue Geschäftsmodelle entwickeln und den Innovationsdruck nutzen, um sich im Markt zu behaupten. Christoph Spier, Partner bei RÖDL, verknüpfte diese Praxisbeispiele mit seinen Erfahrungen in der Umsetzung von Stadtwerke-Kooperationen aus Gesellschafterperspektive und erläuterte, worauf es bei erfolgreichen Partnerschaften ankommt.

Diana Basilio, Associate Partner bei RÖDL, präsentierte die Kooperationsstudie 2.0​ und zeigte auf, wie strategische Allianzen Stadtwerke wirtschaftlich und organisatorisch stärken. Maik Render, Vorstandssprecher der N-ERGIE AG, ergänzte dies mit praktischen Einblicken in die Integration von Erneuerbaren Energien und Netzausbau – ein Beispiel, wie technische und regulatorische Herausforderungen gemeinsam gelöst werden können.

Carsten Hoffmann, Vorstand der GGEW AG, erläuterte, wie eine konsequente Digitalisierungsstrategie den Vertriebserfolg und die Kundenbindung von Stadtwerken stärkt. Den wissenschaftlichen Abschluss bildete Prof. Dr. Maximilian Fichtner, Geschäftsführender Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm (HIU), mit einem Ausblick auf die Zukunft der Energiespeicherung – von Wasserstoff über E-Fuels bis zu Batteriesystemen.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Klaus Hinkel, Chefredakteur der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK).

Bereits am Vorabend trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im „Silicium“ am Kölner Rheinauhafen. In entspannter Atmosphäre, bei Livemusik, gutem Essen und Blick auf den Rhein, konnten Kontakte vertieft, neue Kooperationen angestoßen und der Grundstein für den intensiven Austausch am Folgetag gelegt werden.

Fazit

Das Strategieforum Stadtwerkewende hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Zukunft der Energieversorgung nur im Zusammenspiel von Wissen, unternehmerischem Handeln und Kooperation gestaltet werden kann. Kooperation, strategische Vernetzung und innovative Geschäftsmodelle sind die Grundpfeiler für eine resiliente und zukunftsfähige Energiewirtschaft.

RÖDL bedankt sich herzlich bei allen Referentinnen, Referenten und Teilnehmenden für den engagierten Austausch – und freut sich auf das nächste Strategieforum im kommenden Jahr.​

​Fotos: Laurence Chataigne Photography​