Der Zustand der kommunalen Straßeninfrastruktur ist in den vergangenen Jahren immer schlechter geworden. Viele Kommunen sind an einem Punkt angelangt, wo es weder aus Nutzersicht noch wirtschaftlich so weiter gehen kann. Mit einem strategischen Erhaltungsmanagement werden nun die Zielsetzungen für den Erhalt der Straßeninfrastruktur neu ausgerichtet und gleichzeitig die Steuerungsgrundlagen für die Zukunft geschaffen. Dies ist notwendig, da sich künftige Anforderungen an Mobilität und Verkehr wandeln.
Immer mehr Nutzungseinschränkungen
Die Qualität der Straßeninfrastruktur wird in regelmäßigen Abständen durch Zustandsbefahrungen ermittelt und durch Zuordnung von Straßenflächen in Zustandsklassen dokumentiert. In der Mehrjahresbetrachtung ist eine Verschiebung zwischen den Zustandsklassen festzustellen. Immer mehr Straßenflächen werden in den an Schulnoten orientierten Qualitätsstufen 4 und 5 eingestuft. Die Konsequenz daraus sind zustandsbedingte Nutzungseinschränkungen durch Sperrungen und/oder Geschwindigkeitsreduzierungen. Auch die Wirtschaftlichkeit leidet dramatisch. Der Anteil von kleinflächigen Unterhaltsmaßnahmen an allen Straßenerneuerungsmaßnahmen wird immer höher. Die Folge: Die Lebenszykluskosten steigen.
Keine Abkehr von der klassischen Finanzierung
Der verfügbare Finanzrahmen wird nicht vom Bedarf her abgeleitet, sondern aus den verfügbaren Deckungsmitteln im Gesamthaushalt. In Zeiten der Haushaltskonsolidierung sind die Finanzmittel für die Straßeninfrastruktur häufig eine HSK-Manövriermasse. Eine geringere Nutzerqualität der Straßeninfrastruktur ist die Folge. Nutzerfinanzierungen, wie z. B. die Der Zustand der kommunalen Straßeninfrastruktur ist in den vergangenen Jahren immer schlechter geworden. Viele Kommunen sind an einem Punkt angelangt, wo es weder aus Nutzersicht noch wirtschaftlich so weiter gehen kann. Mit einem strategischen Erhaltungsmanagement werden nun die Zielsetzungen für den Erhalt der Straßeninfrastruktur neu ausgerichtet und gleichzeitig die Steuerungsgrundlagen für die Zukunft geschaffen. Dies ist notwendig, da sich künftige Anforderungen an Mobilität und Verkehr wandeln. City Maut, sind auf absehbare Zeit in Deutschland kaum vorstellbar. Deswegen müssen Optimierungen im System erfolgen.
Ziele eines strategischen Erhaltungsmanagements
Der Ausweg aus der Sackgasse kann über ein strategisches Erhaltungsmanagement gelingen. Die aus dem Blick verlorenen Ziele im Straßenunterhalt werden wieder stärker betont und neu justiert:
- Verkehrssicherheit: Eine qualitativ hochwertige Straßeninfrastruktur bietet allen Nutzern mehr Sicherheit.
- ÖPNV-Nutzung: Ein leistungsfähiger ÖPNV benötigt ein gut bedienbares Netz zur attraktiven Taktumsetzung sowie zur Vernetzung der Verkehre.
- Standortqualität: Geringe zustandsbedingte Nutzungseinschränkungen aufgrund von Teil- und/oder Vollsperrungen erhöhen die Standortqualität.
Konzeption für das strategische Erhaltungsmanagement
Die Straßenflächen und Verkehrsanlagen werden in Straßendatenbanken abgebildet. Dadurch entsteht eine Analysebasis zur Vermeidung von unwirtschaftlichen Erhaltungsmaßnahmen (regionale kleinflächige Unterhaltung, punktuelle grüninduzierte Verkehrssicherungen, etc.) und zur strategischen Neuausrichtung in oben beschriebenen Handlungsfeldern „Verkehrssicherheit”, „ÖPNV-Nutzung” und „Standortqualität”. Die in diesen Handlungsfeldern verfolgten Ziele werden im Haushaltsplan dargestellt.