ESG und Herkunftsnachweisregister: Goldene Zeiten für die Fernwärme?
Mit der Bundesförderung effiziente Wärmenetze wurden zudem im Herbst 2022 klare Investitionsanreize in Kraft gesetzt, die aus Mitteln des Klima- und Transformationsfonds stammen. Auch auf Seiten der Industrie und entsprechender Großkunden wurden mit der Umsetzung der entsprechenden EU-Vorgaben, der Einführung des ESG, der Taxonomie und den Vorgaben aus der Sustainable Finance klare Anreize geschaffen. Die Reduktion des eigenen CO₂-Fußabdrucks wird in den nächsten Jahren hohe Bedeutung für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und nicht zuletzt zur Optimierung der Finanzierungskosten erhalten. Letzteres wird zu einer bedeutenden Nachfrage nach Fernwärme führen, welche den ESG-Kriterien entspricht.
Seit der Einführung des Herkunftsnachweisregisters ist es nun seit Mai dieses Jahres erstmalig möglich, innerhalb eines hydraulisch verbundenen Fernwärmenetzes CO₂-freie Energiemengen direkt zu vermarkten. In diesem neuen Kundensegment regelt Angebot und Nachfrage den Preis. Entsprechend ist die Fernwärmewirtschaft aufgerufen, die Chancen dieser Rahmenbedingungen einzuordnen und in die Zukunftsstrategie einzuarbeiten. So könnten solche Produkte beispielsweise eine Grundlage bilden, um bisher unwirtschaftliche Netzerweiterungen wirtschaftlich tragfähig umzusetzen oder das Ergebnis der Wärmesparte weiterzuentwickeln. Bei der genaueren Betrachtung der Rahmenbedingungen ergeben sich auch eine Reihe von Fragestellungen, die im Rahmen der hier angekündigten Veranstaltung bearbeitet werden sollen. Gerne können Sie auf uns zukommen, um weitere Schritte zu besprechen.