Externe Nachfolgeberatung – Nachhaltige Umsetzung und Veränderungsmanagement
von Michael Kolbenschlag
Eine externe Unterstützung kann helfen, die Unternehmensnachfolge erfolgreich zu gestalten. Die Umsetzung verfolgt dabei nicht nur kurzfristige Ziele, sondern dient nachhaltig dem Wohle des Unternehmens und der Unternehmerfamilie.
Die Nachfolge zu regeln, fordert sowohl die Gesellschafter-Familie als auch den Betrieb massiv und kann das Unternehmen an die Grenzen der Leistungsfähigkeit bringen. Neben rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Aspekten sollten die leistungswirtschaftlichen Abläufe und deren Abbildung in der Organisation fokussiert werden.
Ziel ist es, das Unternehmen langfristig erfolgreich an die Nachfolge-Generation in der Geschäftsleitung zu übergeben. Eine externe Unterstützung kann den Prozess sinnvoll begleiten und aufkommende Diskussionen zielgerichtet moderieren. Die Erfahrung zeigt einige kritische Erfolgsfaktoren, die es zu beachten gilt.
Schrittweise Geschäftsverteilung
Ein Geschäftsverteilungsplan ist grundsätzlich ein gutes Mittel, um Aufgaben und Verantwortlichkeiten in der Leitung sowie im Unternehmen klar zu regeln. Bei einer Nachfolge in der Geschäftsführung eignet er sich, um zunächst die Ausgangssituation und die zu verteilenden Zuständigkeiten zu klären. Darauf aufbauend wird vereinbart, welche Tätigkeitsbereiche in welchen Schritten und Zeiträumen übertragen werden.
Veränderungsmanagement: Geschäftsmodell und Strategie
Die Umsetzung der Unternehmensnachfolge ist ein geeigneter Anlass, um sich intensiv mit dem künftigen Geschäftsmodell und der Unternehmensstrategie auseinanderzusetzen. Änderungen im Markt, bei Kundenanforderungen, bei Wettbewerbern oder in der Technologie sind wichtige Faktoren, die es immer wieder zu betrachten gilt. Der Nachfolger tut gut daran, die bisherige Strategie und das damit verbundene Geschäftsmodell zu prüfen und gemäß einer künftigen Ausrichtung ggf. anzupassen. Ein moderierter Prozess, in dem die bisherige Unternehmensleitung als Ratgeber fungiert, ermöglicht es der neuen Führung, sich zu positionieren.
Kennzahlen und Benchmarks
Bei der Überprüfung und möglichen Anpassung der Unternehmensstrategie sollten klare, quantifizierte Ziele gesetzt werden. Das Konzept der „Balanced Scorecard” (ein übergreifendes Konzept von Zielen und damit verbundenen Kennzahlen) kann dabei gut unterstützen. Auch externe Benchmarks – als selektive Vergleichszahlen für einzelne Bereiche – können einen Hinweis darauf geben, wo möglicherweise Defizite existieren oder inwieweit gesetzte Ziele ausreichend ambitioniert sind.
Effizienz im Unternehmen
Nachdem Strategie und Geschäftsmodell überprüft sowie Kennzahlen und Ziele erarbeitet wurden, steht der nächste Erfolgsfaktor im Unternehmen an: die Sicherstellung von effizienten Prozessen und deren Abbildung in der Organisation. Denn effiziente Abläufe unterstützen profitables Wachstum.
Fazit: Vorteile der Begleitung durch Berater
Externe Berater können den Nachfolgeprozess und damit verbundene mögliche Konflikte moderieren. Dabei ist es möglich, unbequeme Wahrheiten neutral anzusprechen und anzugehen. Externe Lösungsansätze und Benchmarks liefern oftmals einen Mehrwert, genauso wie die begleitete Entwicklung eines Plans, um das Unternehmen strukturiert an die nächste Generation zu übergeben.