Interdisziplinäre Due Diligence: Effizienz- und Erkenntnisvorteile
Eine fachübergreifend und international aufgestellte Prüfungs- und Beratungsgesellschaft kann ihre Mandanten mit einem interdisziplinären Ansatz nicht nur bei der Durchführung der gebotenen Sorgfaltsprüfungen unterstützen, sondern auch den anfallenden Koordinations- und Zeitaufwand reduzieren.
Komplexität der Transaktionen
Die Komplexität von Due Diligence-Untersuchungen hat in den letzten Jahren zugenommen, da Transaktionen verstärkt grenzüberschreitend stattfinden. Damit sieht sich ein potenzieller Erwerber einer Gesellschaft oder einer Unternehmensgruppe zum einen häufig mit unbekannten Landesspezifika des Zielunternehmens konfrontiert; zum anderen übernimmt er umfassende und u.U. sämtliche Rechte und Pflichten der Zielgesellschaft. Über deren Reichweite, Umfang und v.a. deren Konsequenzen sollte er bei einer Due Diligence in unterschiedlichen Bereichen – bspw. kommerzieller, finanzieller, steuerlicher und rechtlicher Art – informiert werden, um darauf aufbauend geeignete Vereinbarungen in den Vertragsverhandlungen treffen zu können. Dafür können Entscheidungsträger von Prüfungs- und Beratungsunternehmen auf die Dienstleistungen interdisziplinär und grenzüberschreitend aufgestellter Prüfungs- und Beratungsunternehmen zurückgreifen.
Entsprechend der individuellen Gegebenheiten eines Transaktionsvorhabens erhalten die unterschiedlichen Bereiche einer Due Diligence ihre Gewichtung. Einzelne Analysefelder der Due Diligence greifen inhaltlich sowie im Hinblick auf ihren Vergangenheits- und Zukunftsbezug ineinander. Überschneidungen zwischen den Disziplinen erfordern eine vernetzte Betrachtungsweise und enge inhaltliche Abstimmung.
Interdisziplinärer Beratungsansatz
Interdisziplinär und grenzüberschreitend besetzte Due Diligence-Teams vereinen Experten aus unterschiedlichen Bereichen, Branchen und Ländern, die mit den jeweiligen lokalen Besonderheiten des Zielunternehmens bestens vertraut sind. Dabei steht jedem Mandanten ein erfahrener gesamtverantwortlicher Ansprechpartner zur Seite, der eine zügige und reibungslose Abstimmung, Kommunikation und Koordination im Due Diligence-Prozess sicherstellt. Er steht einerseits im direkten Kontakt mit dem Mandanten, andererseits hat er „kurze Wege” zu den fachlichen Leitern und Mitgliedern des Beratungsteams. Dank seines Weitblicks behält er den Überblick über das gesamte Projekt, stimmt mit dem Mandanten den auf ihn individuell zugeschnittenen Umfang und die Tiefe der Due Diligence ab, koordiniert und priorisiert die unterschiedlichen Einzelthemen. Er bürgt nicht nur für die Qualität der Prüfungsarbeiten, sondern fokussiert auch die Analysen auf entscheidungsrelevante Informationen.
Vorteile des interdisziplinären Ansatzes
Die Mandanten profitieren von einem interdisziplinären Ansatz durch eine zeit- und kosteneffiziente Durchführung. Mit Übernahme der Projektleitungsfunktion und der so gesteigerten Prozesseffizienz erreichen Berater eine höhere Geschwindigkeit bei der Durchführung der Analysen, was sich wiederum in wettbewerbsfähigen Beraterhonoraren spiegelt. Auf Arbeitsebene begünstigt die interdisziplinäre Besetzung von Due Diligence-Teams eine offene Kommunikation, wechselseitiges Verständnis und einen Austausch zwischen den Disziplinen. Das wiederum erleichtert konsistente Analysen, die Identifikation sowie die fundierte und übergreifende Bewertung kaufpreis- bzw. transaktionsrelevanter Sachverhalte und potenzieller Hinderungsgründe (sog. Dealbreaker).
Die interdisziplinär durchgeführte Due Diligence hilft dem Auftraggeber, einen vollständigen und relevanten Blick auf das konkrete Transaktionsvorhaben zu entwickeln und von den Anfängen, über den Abschluss bis hin zum Post-Closing nach seinen Bedingungen und Zielen gestalterisch Einfluss zu nehmen und seiner unternehmerischen Verantwortung gerecht zu werden.
Fazit
Mit interdisziplinären Due Diligence-Untersuchungen schaffen Prüfungs- und Beratungsgesellschaften für ihre Mandanten sowohl Gestaltungspotenzial als auch Effizienzvorteile. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen aus sämtlichen gewünschten Disziplinen in klare umsetzungsorientierte Empfehlungen bei der Strukturierung der Transaktion, der Kaufpreisermittlung sowie der Verhandlung von Freistellungs-, Haftungs-, Gewährleistungs- und Garantievereinbarungen im Kaufvertrag ein.