Private Equity Studie 2026

Veröffentlicht am 13. August 2026
Lesedauer ca. 1 Minute
  • Private-Equity-Studie 2026: Trends und Investitionsstrategien im deutschen Mittelstand
  • Einblicke in aktuelle Herausforderungen, Deal-Strukturen und Markttrends im Private Equity
  • Deutsche Beteiligungsbranche setzt auf Stabilität und selektives Wachstum
Tobias Beine
Wirtschaftsprüfer
Jochen Reis
Partner
Diplom-Kaufmann
Christoph Hirt
Partner
CFA Charterholder, Diplom-Kaufmann
Die deutsche Private-Equity-Branche startet mit vorsichtigem Optimismus in das Jahr 2026. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds bleibt die Investitionsbereitschaft hoch. Im Fokus stehen dabei unverändert der deutsche Mittelstand, Small- und Mid-Cap-Transaktionen sowie Unternehmen mit nachhaltigem Wertsteigerungspotenzial.

Studiengrundlage

Bereits zum 15. Mal wurden im Rahmen unserer Private-Equity-Studie fundierte Einschätzungen zum deutschen Private-Equity-Markt erhoben. Die Studie 2026 basiert auf einer Inhouse-Datenanalyse der Investmentkriterien von über 450 in Deutschland aktiven und teilweise ansässigen Private-Equity-Gesellschaften sowie einer ergänzenden Marktumfrage. Die Ergebnisse verdeutlichen die wesentlichen Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen im deutschen Private-Equity-Markt.

Wesentliche Befunde

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Private Equity auch 2026 eine wichtige Rolle für die Finanzierung und Weiterentwicklung mittelständischer Unternehmen spielt. Zwar agieren Investoren weiterhin selektiv, denn 62 % der befragten Private-Equity-Häuser planen für 2026 lediglich ein bis zwei neue Beteiligungen, dennoch zeichnet sich eine zunehmende Stabilisierung des Transaktionsmarktes ab. Verbesserte Finanzierungsbedingungen und ein steigender Nachfolgebedarf im Mittelstand schaffen zusätzliche Investitionsmöglichkeiten, während für 70 % der Befragten Preisvorstellungen der Verkäufer sowie die Anzahl verfügbarer Zielunternehmen (46 %) weiterhin zu den größten Herausforderungen zählen.

Im Mittelpunkt der Investitionsaktivitäten stehen weiterhin Unternehmen aus den Bereichen Services, Industrials, Healthcare sowie IT/Software. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich Beteiligungsgesellschaften zunehmend flexibel bei Beteiligungsmodellen und Deal-Strukturen aufstellen. Während im Vorjahr noch 77 % der Investoren ausschließlich auf Mehrheitsbeteiligungen setzten, sind es 2026 nur noch 54 %. Flexible Kaufpreismechanismen wie Earn-out-Modelle, die 43 % der Befragten bei mehr als der Hälfte ihrer Transaktionen einsetzen, sowie eine hohe Bewertungsdisziplin prägen das aktuelle Marktumfeld.

Auch das Fundraising-Umfeld präsentiert sich insgesamt stabil, während bei Exits weiterhin Zurückhaltung herrscht. Die Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet für 2026 mit einer stabilen Entwicklung des Private-Equity-Marktes. Deutschland bleibt damit ein attraktiver Investitionsstandort für nationale und internationale Investoren.

Fazit

Die Ergebnisse der Private-Equity-Studie 2026 unterstreichen, dass der deutsche Mittelstand auch in einem herausfordernden Marktumfeld attraktive Investitionsmöglichkeiten bietet. Private Equity entwickelt sich dabei zunehmend vom reinen Kapitalgeber zum strategischen Partner für Wachstum, Transformation und nachhaltige Wertschöpfung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an eine ganzheitliche Begleitung entlang des gesamten Investitionszyklus, von der Transaktionsstrukturierung über Due Diligence bis hin zur Post-Merger-Integration und Exit-Readiness.

Die deutsche Beteiligungsbranche 2026 (PDF)