Science-Based Targets: Der neue Corporate Net-Zero Standard Version 2.0 ist da – unsere Handlungsempfehlungen
- Der Corporate Net-Zero Standard 2.0 ist final und gilt ab dem 31.1.2028 verpflichtend.
- Zyklische Validierung, Transitionspläne & fortlaufende Emissionen (OER).
- Unsere Handlungsempfehlungen für Sie.
In unserer Artikelreihe zu Science-Based Targets, die die strategische Relevanz der Aufstellung wissenschaftsbasierter Klimaziele erörtert, haben wir bereits die Neuerungen des zweiten öffentlichen Konsultationsentwurfs thematisiert.
Die nun final adoptierte Version 2.0 spiegelt in einigen Punkten die bereits im November angekündigten Veränderungen wider und unterstreicht gleichzeitig die strategische Neuausrichtung der SBTi hin zum Umsetzungspartner. Laut SBTi ist Version 2.0 als Orientierungshilfe für Unternehmen konzipiert, um Übergangsrisiken zu bewältigen und wirtschaftliche Vorteile zu erschließen. Praktisch bedeutet dies eine bessere Ausrichtung des Standards an den Möglichkeiten und auch Grenzen von Unternehmen in der Einflussnahme auf Emissionsreduktionen.
Nachfolgend finden Sie eine zusammenfassende Übersicht über die wichtigsten Änderungen des Corporate Net-Zero Standard V2.0:
- Übergang von einem separaten Zielsetzungsansatz für KMU zu einer formellen Einstufung der Unternehmen mit differenzierten Anforderungen je nach Unternehmenskategorie
- Formalisierung der zyklischen Validierung zur Unterstützung der Bewertung von Fortschritten in der Zielerreichung
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Einführung von Anforderungen zur Entwicklung und Fortschreibung von Transitionsplänen zur Umsetzung der Klimaziele
- Einführung von Anforderungen an die Netto-Null-Governance und die Übergangsplanung
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erweiterte Optionen zur Zielsetzung für die Bereiche Scope 1, 2 und 3 sowie klarere Anforderungen insbesondere für Scope 3
- Einführung einer Hierarchie zur Zielumsetzung als Leitfaden für die Maßnahmen zur Zielerreichung
- Einführung freiwilliger Anerkennungsprogramme wie für Scope-2-hourly matching
- Ongoing Emissions Responsibility (OER): Unternehmen übernehmen zusätzlich zur beschlossenen Emissionsreduktion Verantwortung für laufende Emissionen
- erweiterte Kriterien für die Neutralisierung von Restemissionen und eine zukunftsorientierte Anforderung zur Unterstützung von carbon removals ab 2035
Für Unternehmen, die bereits Ziele nach den Near-Term Criteria Version 5.3 und dem Corporate Net-Zero Standard Version 1.3 gesetzt haben, hängt der Termin für die Einreichung der erforderlichen Revalidierung davon ab, ob das Zieljahr bzw. die Zieljahre der Near-term Ziele erreicht werden oder ob das Auslösedatum für die obligatorische Überprüfung (alle fünf Jahre nach Zielsetzung) eintritt.
Unternehmen, die bislang eine zukünftige Zielsetzung nach SBTi Standard anstreben, sollten bald überprüfen, inwieweit bereits jetzt eine Ausrichtung auf Version 2.0 des Standards möglich und sinnvoll ist.
Selbst wenn keine Validierung nach der SBTi für die eigenen Klimaziele vorgesehen ist, empfiehlt sich bereits jetzt eine individuelle Überprüfung des weiteren Vorgehens und Ausrichtens am Version 2.0 des Standards, um eine zukunftsfähige Strategie für die unternehmenseigenen Emissionsreduktionsziele zu gewährleisten, die dem aktuellen Stand der Klimawissenschaft entspricht.
RÖDL unterstützt Sie umfassend bei allen Schritten von der Entwicklung bis zur Einreichung Ihrer Klimaziele sowie bei der Überprüfung bisheriger Ziele, um eine Ausrichtung nach Version 2.0 des Standards zu gewährleisten. Von der Erstellung der CO₂-Bilanz über die Definition wissenschaftlich fundierter Klimaschutzziele bis hin zur Entwicklung des Transformationsplans und der Umsetzung konkreter Reduktionsmaßnahmen begleiten wir Sie auf Ihrem Weg zur Klimaneutralität. Ganzheitlich, praxisnah und auf Ihre individuellen Anforderungen abgestimmt.
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Autoren: Sophie Kaufmann, Hidir Altinok
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