Kontakt
Aneta Majchrowicz-Bączyk

Rechtsanwältin (Polen)
Partnerin
Tel.: + 48 61 86 44 900
E-Mail

Therese Baginski

Wirtschaftsprüferin (Polen)
Partnerin
Tel.: +48 71 346 77 70
E-Mail

Der Begriff "Franchising" ist in Polen allgemein bekannt, und ohne zu übertreiben kann festgestellt werden, dass dies die am besten entwickelte Form des Absatzes von Waren und Dienstleistungen ist. Das Grundkonzept des Franchisings ist sehr einfach: selbständige Unternehmer erhalten die Erlaubnis, ein bewährtes Geschäftsmodell zu nutzen. Im Rahmen einer solchen Unternehmung wird der selbständige Franchisenehmer als Teil einer namhaften Kette angesehen. Durch den Erwerb der Lizenz eines bewährten Franchisingsystems bestehen große Erfolgschancen. Man kann auch eine hohe Rendite und eine Prämie für das Engagement in die Tätigkeit erwarten. Der universale Charakter des Franchisings und sein großer Erfolg in den Vereinigten Staaten und in Kanada berechtigen zu der Feststellung, dass es sich um eine erprobte Methode der Ausübung einer Wirtschaftstätigkeit handelt, die weltweit von Tausenden von Geschäftsleuten auf vielen Gebieten erfolgreich angewandt wird.

Es gilt jedoch zu bedenken, dass weder der Franchisegeber noch der Franchisenehmer vor schlechten Erfahrungen oder Misserfolgen gefeit sind. Sie können jedoch das Risiko, das die Ausübung einer Tätigkeit mit sich bringt, minimieren. Der Franchisenehmer benötigt sowohl vor Unterzeichnung als auch für die Dauer des Franchisevertrages viele unterschiedliche Informationen. Dies betrifft auch den Franchisegeber, der bei der Implementierung von Musterlösungen aus den westlichen Franchiseketten nur geringe Kenntnisse darüber hat, wie diese Transaktionsform unter den polnischen Rechtsverhältnissen funktioniert. Eben dieser Wissensmangel wirkt sich jedoch nachteilig auf die Entwicklung seines Kettensystems aus.

Grundsätzlich unterscheidet sich der polnische Markt nicht von den europäischen Märkten, mit Ausnahme geringer Abweichungen bei den gesetzlichen Regelungen. Die Konsolidierung von Firmen, die Globalisierung, Übernahmen und damit verbundene Misserfolge der Lizenznehmer sind weltweit auftretende Phänomene. Auch die Investitionsrisiken sind ähnlich. Auch auf unserem Markt bestehen solche Risiken. Unsere Rechtsvorschriften sind unberechenbar; dies sowie unzulängliche Kenntnisse über das Franchising können manchmal die Entwicklung der Franchiseketten erschweren.

Zusätzlich muss ein Franchisegeber, der die Expansion seiner Kette im Ausland plant, sich weitgehend mit den rechtlichen Lösungen im Zielland vertraut machen. Sowohl die endgültige Gestaltung der mit der Expansion verbundenen Dokumente als auch die Art der Änderungen, die im bereits bestehenden System zu berücksichtigen sind, werden in hohem Maße von diesen Regelungen abhängen.

Die Fachleute von Rödl & Partner beraten die Mandanten darüber, welche Fragen beim Abschluss von Franchise-Verträgen besonders zu beachten sind und wie der Wettbewerbs- und Verbraucherschutz in diesen Rechtssystemen fungiert. Unsere diesbezüglichen Dienstleistungen erstrecken sich auch auf die Steuerberatung hinsichtlich der Aspekte des Franchisings, d.h. Besteuerung des Know-hows, Bereitstellung von Lizenzen und Marken sowie von Beratungsleistungen.