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Dorota Białas

Steuerberaterin (Polen)
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Am 3. Dezember 2015 hat der Finanzminister eine allgemeine Auskunft (Az. FN3.8201.1. 2015) erteilt, aufgrund deren die Ausgaben, die infolge einer vorzeitigen Auflösung von Derivaten, darunter Währungsoptionen, entstehen, als abzugsfähige Betriebsausgaben eingestuft werden können.

Während der Wirtschaftskrise haben sich Unternehmen, die Partei eines Optionskontrakts waren, für dessen vorzeitige Beendigung entschieden, um die Verluste zu minimieren. Dadurch waren sie gezwungen, zusätzliche Aufwendungen zu tragen - wie die Kosten der geschlossenen Vergleiche oder Kosten der Kredite, die zur Begleichung der sich aus der vorzeitigen Beendigung des Kontrakts ergebenden Verbindlichkeiten aufgenommen wurden. Aufgrund des Körperschaftsteuergesetzes war unklar, ob diese Ausgaben als abzugsfähige Betriebsausgaben eingestuft werden können.

In der allgemeinen Auskunft wird auf Folgendes hingewiesen: Haben die Währungsoptionen das Kursrisiko besichert, das mit der vom Steuerpflichtigen ausgeübten Tätigkeit verbunden ist, so ist festzustellen, dass diese Ausgaben der "Sicherung bzw. Erhaltung von Einnahmequellen" gedient haben und deswegen abzugsfähige Betriebsausgaben darstellen können. Steuerlich nicht abzugsfähig werden hingegen Ausgaben für Spekulationsoptionen sein. 

Dieser Standpunkt ist für die Steuerpflichtigen günstig. Es fehlt jedoch ein Hinweis darauf, wie die Sicherungsoptionen von den Spekulationsoptionen zu unterscheiden sind. Sollten Sie an dieser Thematik interessiert sein, so stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Unsere Steuerberater stehen Ihnen in den Büros von Rödl & Partner in Breslau, Danzig, Gleiwitz, Krakau, Posen und Warschau zur Verfügung, wo sie umfassende Steuerberatung in Polen anbieten.

6.04.2016 r.